Urige Almhütte inmitten der Chiemgauer Alpen: die Gleichenbergalm am Hochfelln

Freunde, die mit Minibaby bald nach Siegsdorf übersiedeln werden, luden uns vor kurzem spontan zu einer Radtour auf die Gleichenbergalm ein. Die Almen rund um dem Hochfelln waren für uns schon immer attraktive Ziele – bis dato aber nur mit dem Finger auf der Landkarte. Das sollte sich nun endlich ändern! Heute berichte ich euch über die Gleichenbergalm – eine urige, kleine Almhütte auf 1.100m, die nicht nur ein Kleinod in den Chiemgauer Alpen darstellt, sondern auch eine sportliche Herausforderung für alle ohne E-Bikes ist 😉Gleichenbergalm

Am besten startet man die Tour – egal ob nun mit Kinderwagen, Kraxe oder Kinderanhänger – auf dem Parkplatz Kohlstatt. Diesen erreicht ihr über die Autobahn A8 kommend, Ausfahrt Bergen raus, Richtung Hochfelln Seilbahn- Maxhütte. Durch das schöne Weißachental fährt man eine schmale, geteerte Straße am Bach entlang bis zum Parkplatz. Der Parkplatz liegt auf ca. 735m – es steht also ein Aufstieg von knapp 400m bevor, die es aber grade mit dem Rad (ohne E-Antrieb) in sich haben: der Start im Weiße-Achen-Tal ist noch recht gemütlich und toll zum Einradeln. Über eine Brücke geht es dann links hinauf Richtung Gleichenbergalm. Kaum sind wir auf “Betriebstemperatur”, folgt schon eine erste Rampe deren Steilheitsgrad zumindest meine Belastungsfähigkeit mit 2 Kids im Hänger an die Grenzen und meine Oberschenkel zum Bersten bringen. Dank griffigem, breitem Weg und einer ordentlichen Kondition meines Mannes, erreichen wir die Gleichenbergalm nach ca. 35 Minuten powern. Puh, die langgezogenen, doch etwas steileren Passagen setzen also schon eine gute Grundkondition und Erfahrung im Bergradeln mit Kinderanhänger voraus – sonst am besten mit Kraxe und/oder Kinderwagen auf die Alm starten, dafür ist der Anstieg optimal und leicht machbar. Durstig und hungrig fallen wir schließlich auf der Alm ein, die umrundet von saftigen Almwiesen so einiges zu entdecken bietet: am Trinkbrunnen stapeln sich bereits erste Kipplaster, Bagger und Bulldogs, die von den Jungs gleich mal inspiziert werden. Gleichenbergalm_SpielzeugWir kühlen uns derweilen mit dem kühlen Nass ab und freuen uns auf die wohlverdiente Brotzeit. Gleichenbergalm_BrotzeitDer Senner aus Griechenland, der seinen Hund mit auf der Alm dabei hat (keine Panik, der Hund ist an der Leine und will eigentlich nur schlafen), bringt uns einen tollen Schmankerlteller zum Stärken und freut sich auch sehr über die kleinsten Gäste. Diese rennen wie wild um die Alm herum, entdecken den Kuhstall, füttern Kühe und bestaunen die frechen Kälbchen. Irgendwann finden sie dann auch mal Zeit zum Jausnen, ehe es wieder zur Wasserschlacht geht. In Ruhe können wir mit unseren Freunden reden, ihren kleinen Wuzl bestaunen und uns über diese schöne, wenn auch echt schweisstreibende Radltour erfreuen. Sehr empfehlenswert – wir wünschen euch jetzt schon viel Spass beim Erkunden 😉

 

2 Kommentare

  1. Franzi

    Hallo ihr 2,
    ich muss euch jetzt einfach mal schreiben wie grandios ich euren Blog finde! Ich bin in einer ähnlichen Situation wie ihr. Bin zwar hier aufgewachsen war aber über 10 Jahre weg und jetzt, mit Familie, hats mich wieder in die Heimat gezogen. Diese muss ich jetzt mit meinen 2 kleinen Kindern (5mon und 3Jahre) neu entdecken. Eure ganzen Tipps zu Bergtouren mit Kindern aber auch die anderen Freizeittipps sind für mich gold wert, denn wir scheinen dabei ähnlichen Geschmack zu haben 😉 die Gleichenbergalm steht fest auf der to-do-list!
    Vielen Dank dafür!
    Franzi

    • bambini

      Liebe Franzi! Das freut uns voll zu lesen, genau DAS wollen wir erreichen. Es gibt noch so viele tolle Ecken und Winkel zum Entdecken im Chiemgau, vor allem mit Kindern 😉 Wünschen dir nun erst mal viel Spass auf den Almen, vielleicht begegnen wir uns ja mal!

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