Vom Holzknechtmuseum in Ruhpolding aus über den Staubfall nach Österreich: Für trittsichere Abenteurer genau das Richtige!

Im Sommer schon unternahmen wir mal eine abwechslungsreiche Mountainbike Tour von Reit i. Winkl aus über die Winklmoos Alm bis ins Heutal hinunter, wo wir hungrig im Heutaler Hof einfielen, die Kids den Spielplatz auseinander nahmen und wir schlussendlich noch gemeinsam die Bogenschießanlage untersuchten. Vergangenes Wochenende starteten wir die Tour zum Heutaler Hof über den Staubfall von Ruhpolding aus. In der Laubau, wo auch das berühmte Holzknechtmuseum zu finden ist, begannen wir eine Expedition, die uns noch lange in Erinnerung bleiben und bei schönem Wetter im Sommer definitiv wiederholt wird. Denn sie ist spannend, fordernd, einzigartig, abwechslungsreich und voller Überraschungen. Aber von vorne.

Von Ruhpolding aus kommend Richtung Reit i.Winkl biegt man von der Bundesstraße in Laubau links ein zum Holzknechtmuseum. Dort ist ein großer Parkplatz, wo wir unsere Räder startklar machen können. Bevor wir losdüsen studiere ich noch die interessante Ausgangstafel, auf der sich neben zahlreichen Fotos diverse Infos zum Museum finden. Auch diesen Hotspot der Region werden wir so bald wie möglich aufsuchen und euch darüber berichten! Aber weiter im Text. Die Männer ziehen mich ab von der Tafel und losgeht’s auf dem breiten, schottrigen Weg in Richtung Staubfall. Gelbe Wandertafeln geben den Weg vor. Wir fahren durch wunderschönen Mischwald, bald gelangen wir in einen Waldabschnitt, der genauso gut irgendwo in Kanada sein könnte: kleine Kiefern säumen den Weg, die bunten Farben des Herbstes leuchten und der Föhnwind wirbelt die Blätter auf. Der Weg ist super angenehmen zu fahren, ohne Steigung können es sogar die Kleinen mit dem Laufrad gut bewältigen.

Nach ca. 6km kommen wir an einer Hütte an, wo wir die Räder abstellen. Ein kleines Täfelchen mit dem Bild eines Spechtes weist darauf hin, dass es sich bei dem Wald um ein sogenanntes  “Naturwaldreservat” handelt – ein Waldgebiet in dem nicht eingegriffen wird und daher bestimmte Tierarten dort ihr ganz besonderes Zuhause finden. Wir sind gespannt nun auf den Weg und folgen dem Schild “Staubfall”.

Es geht im Zick-Zack hinauf und bald wird uns klar: KINDER AN DIE HAND. Denn das Gelände wird zunehmend stark abfallend rechts von uns und die Wurzeln unter dem Laub sind rutschig… Ludwig wehrt sich erst mal, bis er dann selber merkt, dass es nicht nur 3 oder 4 Meter steil hinunter geht, sondern schon eher 20 oder 30m. An Stellen, die besonders absturzgefährdet sind, gibt es ein Schutzgeländer zum Einheben! Dennoch: nehmt hier die Kinder unbedingt an die Hände und lässt sie NICHT aus den Augen. Mein Mann hat Ludwig unter Kontrolle, ich wandere mit Anton den Pfad entlang. Wir erreichen bald den Staubfall – einen wunderschönen Wasserfall, unter welchem wir durchspazieren können! Was für ein Abenteuer.

Danach führen einige Stufen auf den Pfad hinuntern, der bald wieder breiter und sicher wird. Nach ca. 10 Minuten Gehzeit erreichen wir österreichisches Terrain und sehen schon bald den Heutaler Hof vor uns. Wir freuen uns auf Stärkung, müssen aber erkennen, dass der Hof aktuell Betriebsruhe hat und sind untröstlich. Der Chef des Hauses kommt just in diesem Moment grade vom Holzmachen im Wald, sieht unsere ratlosen Gesichtern und lädt uns ein auf einen selber gebrannten Schnaps. Wir rasten kurz und treten grade zur rechten Zeit wieder die Rückkehr an: bald beginnt es zu dämmern und wir schaffen es genau richtig vor Einbruch der Dunkelheit zurück zum Auto. Dort angekommen sind wir uns sicher: Diese Tour wird wiederholt!

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