Toller Ausblick und nette Leute – die Zwieselalm als Tour für Mama und Papa

Dieser Berg gehört für uns jedes Jahr irgendwie dazu, meistens im Frühsommer. Der Zwiesel. Früher war der Gipfel ein Muss, seit Kinder im Spiel ist die Zwieselalm das Ziel. Vorab gesagt: die Zwieselalm ist kein Kindereldorado. Es gibt keinen Spielplatz, keine Tiere, keine weiten Wiesenflächen, keinen Bach. Der Zwiesel beziehungsweise die Alm ist ein Ziel für uns, für Mama und Papa. Warum? Wir verbinden den Berg tolle Erinnerungen, immer schöne Touren, einen wahnsinnig tollen Ausblick von der Alm und vom Gipfel. Wir fühlen uns hier wohl. Und die Kinder gehen heute mit. Es ist eine Tour für uns.

Wie immer starten wir vom Parkplatz Jochberg in Weißbach bei Inzell. Dieser ist einfach zu finden, von Traunstein kommend einfach in Weißbach an der Alpenstraße kurz vor dem Ortsausgang links nach Jochberg abbiegen. Mit dem Auto kann man weit nach oben fahren, der Parkplatz befindet sich am Ende der Teerstraße.

Das Besondere heute: Wir gehen mit 2 Kraxen, das bedeutet ich (Gabi) werde Jakob, Kraxe und was man sonst noch so braucht tragen, also ca 18 kg. Aber egal, ich bin hoch motiviert und werde es schon irgendwie da hoch schaffen. Die ersten 30 Meter mit klein Jakob + Proviant auf dem Rücken frage ich mich ob ich noch ganz bei Sinnen bin und dass ich das besser zuhause erst mal ausprobiert hätte. Nun gut, 30 Meter sind ja schon geschafft, also weiter. Erst einmal über Forststraße aber schon bald gehen wir auf einem schönen Steig durch den Wald. Hannah singt und lenkt mich von der Anstrengung ab, nur bei Texthängern kann ich ihr schnaufend nicht wirklich helfen. Aber noch besser: nach der ersten kurzen Pause möchte sie kurz selber laufen und hat viel Spaß dabei selbst den besten Weg über Steine und Wurzeln zu finden.

Zwiesel1

Mein Mann nimmt Jakob und ich laufe mit leerer Kraxe, wie angenehm. Die letzte dreiviertel Stunde möchte die „Große“ allerdings auch wieder getragen werden. Da kommen wir aber schon in den Genuß des ersten weiten Ausblicks auf die Berchtesgadener Berge und das entlohnt alles. Nicht mehr lang und dann sind wir auch schon da, auf der Zwieselalm (ca 2 Stunden nachdem wir am Parkplatz gestartet sind). Und wie immer freun wir uns, trinken Radler und sitzen in netter Gesellschaft in der Sonne, unterhalten uns über Berggipfel und vergangene Touren und genießen den tollen Blick auf Untersberg, Berchtesgadener und österreichische Berge und natürlich Bad Reichenhall.

Zwiesel2

 

Die Kinder sind entspannt und freun sich draußen zu sein und schauen interessiert den startenden Paragleitern zu. Nach einer Weile gehen wir wieder runter, Hannah ein beachtliches Stück selbst zu Fuß, später möchte sie wieder in der Kraxe.

Auch wenn es keine Tour speziell für Kinder ist, für die beiden war es natürlich trotzdem spannend: sie konnten Ameisen und Käfer begutachten, auf Felsen klettern und runter hupfen, auf Wurzeln balancieren, Bad Reichenhall bestaunen, in der Wiese barfuß krabbeln, Apfelstrudel essen und dazwischen auch noch in der Kraxe schlafen. Und für uns Eltern war es auch schön, weil wir endlich mal wieder auf der Zwieselalm waren :-).

Und noch zur Info: Die Zwieselalm ist am Wochenende/Feiertag und bei schönem Wetter bis Oktober bewirtschaftet.

Karte_Zwiesel

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