Der Moorerlebnisweg Kendlmühlfilze in Grassau: kurzer Rundweg mit spannenden Überraschungen, Brotzeitstation und Wolkenschaukel

Tafel_Moorerlebnisweg

Hm, der Almen Sommer neigt sich dem Ende. Am See weht bereits ein kühleres Lüftlein und der Blick in die Berge ist klar. Der Herbst kündigt sich langsam an. Die Garderobe wird wieder mit dickeren Jacken aufgerüstet (oh, wie ich das hasse..), die Gummistiefel in der nächsten Größe eingekauft und der Bikini erst mal weggepackt. Ich bin ja grad bei dem Wetter der letzten Tage schon fast wieder auf Ofen-Einheiz-und-Einigel-Kurs, wovon meine beiden Jungs aber so was von gar nichts wissen wollen. So schnappten wir uns vor kurzem erst mal die Familien Freizeitkarte und überlegten, welche Destination wir denn draußen toll finden. Anton schlug “irgendwas im Moor, wo man vielleicht an Feuersalamander oder a Schlange finden können”, vor. Gute Idee eigentlich. Nachdem wir den Moorerlebnisweg in Inzell bereits kennen, einigten wir uns auf den Moorerlebnisweg Kendlmühlfilze in Grassau.

Parkplatz_Museum_Grassau

Gar nicht lang herumgefackelt, düsen wir nach Grassau, wo wir auf dem Parkplatz beim Museum Salz & Moor halten. Die Jungs inspizieren die Tafel, wo der rund 1,3km kurze Rundweg durch das Moor gut eingezeichnet ist. “Mama, da gibts an Spielplatz! Schnell los!”, jault Ludwig aufgeregt und möchte schon losstarten – aber Obacht: um auf den Wiesenweg, der ins Moor führt, zu gelangen, muss diese unmögliche Schnellstraße erst mal überquert werden. Die Autofahrer haben hier oft mehr als 100km/h drauf, weshalb wir uns Zeit lassen beim Überqueren und dann Richtung Wald spazieren. Links von uns befindet sich eine Pferdekoppel, auf der rechten Seite finden wir bereits eine Bewässerungsanlage inkl. Aussichtshügel und Brücke.

Wassergraben_Moorerlbenisweg

Wasserbruecke_Moorerlebnisweg

Moorerlebnisweg_BaumstammDie Jungs spielen Räuber und Gendarm, bezwingen erste “Hindernisse” und stürmen weiter bis sie zu einer Tafel kommen: Mit einer liebevoll gestalteten Tafel wird den Kindern der Betrieb in einem Ameisenhaufen nähergebracht.

Moorerlebnisweg_AmeisenNeugierig strecken Anton und Ludwig die Köpfe durch die Gesichtslöcher. Wer darf Königin sein? Wer Soldat? Oder doch lieber Baby?

Ameisen_Moorerlebnisweg2Wir stapfen weiter in den Wald. Schöne Birkenbäumchen umringen diverse Kiefern. Der Weg ist breit genug, so dass man auch mit einem Kinderwagen gut durchkommt. Einige Familien kommen mit Kind an der Hand und / oder Kind in der Kraxe sitzend, gut gelaunt auf uns zu und fragen: “Habts scho die Rätsel alle gelöst?” Hmmmm.. welche Rätsel fragen wir uns, bis wir zu einem ersten, ausgehöhlten Baumstamm gelangen, in dem eine Drehtafel befestigt ist: AHA. Das meinten die also.

Ratestation_Moorerlebnisweg

Ratestation_Moorerlebnisweg2Hättet ihrs denn gewusst? Anton schreit, noch ehe ich die Frage fertiggelesen habe: “Des is a Latschenkiefer!” Naja… manchmal merkt man halt doch, dass er ein halber Österreicher ist.. 😉

AlpenkrautWir gehen den Rundweg weiter, bis wir zu diversen Baumstämmen gelangen, die zum Balancieren einladen. Ludwig und Anton klettern los und gelangen am Ende zu einem Tipi aus Holzästen. Sie spielen nun “Steinzeitmensch” und müssen noch schnell ein Feuer machen bevor es weitergeht zur Brotzeit-Station. Dort wird das im Moor erlegte und im Tipi knackig rausgebratene Mammut schließlich verputzt… Oder so ähnlich. Ob Mammut denn echt schmeckt frag ich mich?? Neben der Brotzeitbank samt Tisch finde ich eine gemütlich anmutende Holzhängematte, die sogenannte Wolkenbeobachtungsstation.

WolkenbeobachtungHm, leider ist alles nass vom Regen weshalb wir uns zum Weitergehen entschließen. Die Jungs werden müde und liebäugeln bereits mit dem Café, das direkt neben dem Museum Salz & Moor ist. “Mama, Mammut ess ma lieber a andres Mal. Gibts dafür etz nen Schokokuchen?” fragt Anton und grinst mich schelmisch an. Ja, auf Schokokuchen hab ich ebenso Lust. Wir treten also den Rückweg an und kehren in das Café ein, wo tatsächlich ein saftiges und äußerst wohlschmeckendes Stück französische Schokotarte auf uns wartet! Sehr empfehlenswerter Ausflug mit Kindern von ca. 0-10 Jahren! Wir werden ihn bestimmt bei Schönwetter mal wiederholen! Viel Spass beim Entdecken!

 

2 Kommentare

  1. Carolin

    Hallo!

    Vielen Dank für euren Tipp zum Moorerlebnisweg!

    Wir (mein Mann, meine 3 Kids – 6 Jahre, 4 Jahre, 11 Monate – und meine Wenigkeit) haben das gestern gleich mal gemacht.

    Die Jungs waren begeistert von den Holzstegen, Balanciermöglichkeiten und natürlich von der Burg!

    Nichts weltbewegendes, aber einfach ne gute Abwechslung in Sachen Spaziergänge.

    Macht weiter so!

    • bambini

      Liebe Carolin, danke für dein Feedback – das freut uns sehr! Ich mag den Weg auch echt gerne, weils draußen im Moor irgendwie einzigartig ist.. und es gibt so Vieles zu entdecken. Wunderbar 🙂

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